01.06.2026

Ab in die in die Tüte. Stadtwette KASSEL RÄUMT AUF! 2026

Ist das Müll? Dann kann das ja weg. Bei der Kasseler Stadtwette KASSEL RÄUMT AUF! ging es am 30. Mai 2026 darum, so viel Abfall einzusammeln, wie nur möglich. Die beiden Wettparteien “Team Profisport” und “Team Nachhaltigkeit” haben dazu in den verschiedenen Stadtteilen Sammelpunkte eingerichtet, wo man das nötige Equipment bekam und den gesammelten Müll abgeben konnte. Dieser wurde dort dann gewogen und je nach Wunsch der Sammelnden dem jeweiligen Team zugeschlagen.

Hier ein kurzes Video der Hessenschau zur Aktion.

Wir von Micromata haben mit sechs Leuten an der Wette teilgenommen und dazu beigetragen, dass am Ende nicht nur Team “Nachhaltigkeit” gewonnen hat, sondern Kassel in neuer Sauberkeit erstrahlen konnte. Die Wettprämie von 770 Euro wird übrigens einem guten Zweck zugeführt. Insgesamt sind im Kasseler Stadtgebiet 3200 Kilo Müll gesammelt worden. Ob das ein Erfolg ist oder eine Katastrophe, hängt vom Blickwinkel ab.

Toll ist jedenfalls, dass rund 600 Menschen daran teilgenommen haben. Und dass es Leute gibt, die solche Aktionen ins Leben rufen. Wie hier zum Beispiel Dirk van Werf und die teilnehmenden Vereine und Initiativen KSV, Kassel Huskies, MT Melsungen, ACT Kassel, Netzwerk Nordhessen und Kassel Marathon.

Das war eine tolle Aktion und super zum Vernetzen mit Kolleginnen, Kollegen und auch Menschen aus dem Stadtteil. Die Teilnahme war sehr niedrigschwellig und toll organisiert. Mir hat es besonders Freude gemacht, die Ecken aufzuräumen, die ich mit meinen Kindern oft besuche (Spielplatz, Bolzplatz). Wenn man die Geheimverstecke der Kinder von Glasscherben befreit, hat man doch beim nächsten Spielplatzausflug ein viel besseres Gefühl. Danke an alle, die sooo fleißig waren!

Elisabeth Thurner
Referentin der Geschäftsführung

“Man läuft oft daran vorbei. Erst beim Sammeln wird sichtbar, wie viel Müll selbst in Grünflächen, auf Spielplätzen und in unscheinbaren Ecken landet. Ich hätte nicht gedacht, dass wir in so kurzer Zeit so viel finden würden – gerade auf Spielplätzen fand ich das besonders schade.”

Billy Duong
Softwareentwickler

“In meiner Kindheit in den 80ern klebte gefühlt überall dieser Aufkleber ‘Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.’ (angebliche Weissagung der Cherokee). Wenn ich darüber heute nachdenke, erschrecke ich mich manchmal, wie wenig diese Botschaft verfangen hat. Müll aufzusammeln mögen manche für eine symbolische Geste halten, mir gibt sie irgendwie Hoffnung.”

Jule Witte
Unternehmenskommunikation

“Ich war überrascht, wieviel Spaß mir das Müllsammeln bei dem guten Wetter gemacht hat. Es war leider eine reiche Ernte, vor allem neben Bahnschienen, Mülltonnen oder auf Parkplätzen. Fast alles wäre natürlich leicht vermeidbar gewesen, was mich nachdenklich gemacht hat, wieso so viel rumgesaut wird. Wir brauchen viel mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt!”

Contantin Ewert
Softwareentwickler

Jule Witte

Jule Witte

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