Blog

STACKIT: Vertraute Cloud-Patterns, digitale Souveränität

Digitale Souveränität klingt nach Aufwand. Nach Lock-in-Tausch, neuen Tools, neuen Workflows. Muss aber nicht sein. STACKIT bringt die Standards mit, die Ihre und unsere Teams längst beherrschen. Nur eben in Deutschland gehostet, nach deutschem Recht betrieben, von einem deutschen Anbieter verantwortet.

Vorweg sei gesagt: Seit diesem Frühjahr sind STACKIT-Partner. Dennoch bleiben wir selbstverständlich cloud-agnostisch und auch mit allen anderen Cloudanbietern vertraut. Uns ist bewusst, dass man ganze Systemlandschaften nicht von heute auf morgen in eine neue Cloud migriert. Gleichwohl stehen die politischen und rechtlichen Zeichen auf mehr europäische Souveränität, auch im digitalen Raum. Entsprechende Richtlinien und Verordnungen sind bereits in Kraft, weitere Bemühungen werden sicher folgen.

Darum halten wir es für unseren Auftrag, unsere Kunden auch beim Thema Cloud fachkundig zu beraten und lösungsorientiert zu begleiten. Dazu gehört es, jede Cloud mit allen Vor- und Nachteilen zu kennen und unsere Kunden zu einer zukunftsfähigen Cloud Governance zu befähigen. 

Digitale Souveränität leicht gemacht

Dass STACKIT den Vergleich mit der US-amerikanischen Konkurrenz nicht zu scheuen braucht, ist eine gute Nachricht. Sie nimmt uns die Sorge, der Umzug in eine deutsche Cloud könnte nicht nur aufwendig, teuer und fehleranfällig sein, sondern sich am Ende möglicherweise nicht auszahlen. Diese Befürchtung ist unbegründet, wie wir gleich sehen werden. 

Angesichts der jüngsten globalen Verwerfungen ist das erfreulich, führt uns die geopolitische Lage doch  schmerzhaft vor Augen, wie überfällig eine europäische Alternative zu den US-amerikanischen Cloud-Monopolisten ist.

Aller Umzug ist schwer? Von wegen.

Es beginnt bei der Migration. STACKIT macht es uns leicht, unsere IT-Systeme diesseits des Atlantiks zu beheimaten:

 
  • Kein Umlernen von Plattform-Teams,
  • kein Rewrite von Anwendungen,
  • kein Verzicht auf moderne Cloud-Patterns,
  • dieselben Schnittstellen, dieselben Tools, dieselben Workflows.

Sebastian Käßinger

Cloud Engineering & Softwareentwicklung

Standards, die wir kennen und nutzen

Warum sollte STACKIT das Rad auch neu erfinden, wenn es längst etablierte Standards gibt? Und zwar keine, mit denen man mehr schlecht als recht zu leben gelernt hat, sondern solche, die Cloud Engineers und DevOps-Fachleute aus gutem Grund zu schätzen wissen.

Hier die wichtigsten Standards, die auch in der STACKIT-Cloud zum guten Ton gehören:

Container & Orchestrierung

  • Managed Kubernetes (SKE), upstream-konform, kein Fork
  • Confidential Kubernetes
  • Standard kubectl, Helm, Operators, GitOps-Stacks (Argo CD, Flux)
  • OCI-Registry für Images

Infrastructure as Code

  • Offizieller Terraform-Provider
  • Pulumi über den Kubernetes-Provider
  • API first: alles auch direkt per REST steuerbar

Storage

  • S3-kompatibles Object Storage
  • Block Volumes mit CSI-Treibern
  • File Storage für klassische Workloads

Datenbanken

  • Managed PostgreSQL, MariaDB, MongoDB, Redis, OpenSearch, SQL Server
  • Standard-Protokolle, kein proprietäres Frontend
  • Backups, Failover, Monitoring inklusive

KI & GenAI

  • AI Model Serving mit OpenAI-kompatibler API
  • Drop-in für bestehende Apps mit OPENAI_API_BASE_URL
  • Modelle wie Llama, Qwen, Gemma, GPT-OSS — gehostet in Deutschland

Identity & Security

  • OIDC, SAML, Keycloak, alles Standard
  • Managed KMS und Secrets Manager

Observability

  • Prometheus-kompatibles Metrics-Backend
  • Loki-kompatibles Logging
  • Grafana inklusive

Migration: Vertrauten Patterns folgen

Ja, man kann querfeldein laufen, Pioniergeist zeigen, Neuland betreten. In anderen Kontexten ist das sogar gut und wichtig. Im Kontext einer Cloud-Migration ist es das definitiv nicht. Hier sind bewährte Patterns der Schlüssel zum Erfolg:

Lift & Shift

  • VMs heben, Netzwerk neu zeichnen, fertig
  • Geeignet für Legacy-Workloads ohne Refactor-Budget

Replatform

  • Container packen, in SKE deployen
  • Managed-Datenbank statt selbst betriebener DB
  • Quick win: weniger Ops, gleiche App

Refactoring

  • Cloud-native auf Kubernetes mit Service Mesh
  • Event-driven mit Object Storage und Workflows
  • Sinnvoll dort, wo eh modernisiert wird

Hybrid & Multi-Site

  • VPN- und Direct-Connect-Anbindung an Bestand
  • Schrittweise Migration, kein Big Bang

Was bei der Migration zählt

Nein, wir brechen nicht Hals über Kopf ins Ungenaue auf. Wir bereiten uns vor, sondieren den Status-quo, packen ein, misten aus, pilotieren, testen und rollen die Software in Wellen aus, so dass wir bei Bedarf auch wieder zurückrudern können. Außerdem praktizieren wir Exit Drills und halten unser Tun so validierbar und revisionssicher.

 
  • Inventur: Welche Cloud-Dienste nutzen Sie heute, wofür?
  • Mapping: 1:1-Äquivalente auf STACKIT identifizieren
  • Pilot: ein abgegrenzter Workload zum Beweis
  • Roll-out: in Wellen, mit Rückfalloption
  • Exit Drill: dokumentieren, üben, evidenzfähig halten

Wir unterstützen Sie auf dem Weg

Ziehen auch Sie in Betracht, Ihre Systeme oder Teile davon in die STACKIT-Cloud umzuziehen? Wir sind erfahrene, fachkundige und verlässliche Umzugshelfer. Als solche unterstützen wir auch bei:

 
  • Lock-in-Audit Ihrer aktuellen Architektur
  • Mapping auf STACKIT-Dienste mit Aufwandsschätzung
  • Reference-Implementation auf SKE, IaC-basiert
  • Schulung Ihrer Teams auf die vorhandenen Toolchains
  • Begleiteter Cutover und Hypercare

Fazit

Digitale Souveränität ist kein Tooltausch. Es ist eine Frage der Verantwortung: Wer hostet, wer kontrolliert, wer haftet für meine Cloud-Landschaft? STACKIT liefert eine tragfähige europäische Antwort, ohne dass DevOps-Teams ihre Werkzeuge tauschen müssen. Der Migrationsweg ist nicht neu. Die Patterns kennen wir ebenfalls. Die Souveränität ist zukunftsweisend.

Sprechen Sie uns an. Wir starten mit einem Lock-in-Audit.