16.06.2026
Inspiring Women Kassel. Gleichwertigkeit braucht keine Hierarchien
Als uns die Einladung der Wirtschaftsförderung Region Kassel und WEIT.VORN erreichte, im Rahmen von „Inspiring Women Kassel” der K+S Gruppe an der Panel-Diskussion „Neue Standards für moderne Arbeitswelten“ teilzunehmen, waren wir sofort Feuer und Flamme. Unsere Idee: Darüber zu sprechen, wie agile Strukturen den Aufstieg von Frauen beschleunigen können.
So eindeutig ist das nämlich gar nicht: Denn bei Micromata gibt es ja keine klassischen Führungslogiken. Und agile Strukturen allein sind ja kein klassisches Gleichberechtigungsprogramm. Trotzdem war für uns sofort klar: Wir wollen dabei sein. Weil uns das Thema am Herzen liegt.
In der Vorbereitung und im Austausch mit Kolleginnen dachte ich irgendwann: Wenn ich erzähle, wie es bei uns läuft, glaubt mir das wahrscheinlich sowieso niemand. Und dann saß ich auf dem Podium und durfte ein Stück unserer Kultur sichtbar machen. Und ehrlich gesagt: Ich hätte noch Stunden weitererzählen können.
Meine Kernbotschaften:
- Klassische Karriere- und Führungslogiken gibt es bei uns nicht.
- Wir brauchen keine Hierarchien, um Frauen wirksam sein zu lassen.
- Dass Gleichberechtigung auch ohne regulatorische Programme gelingt, ist dabei kein Selbstläufer.
- Es braucht bewusste Kulturarbeit und die Verantwortung dafür tragen wir alle.
- Transparenz, Zusammenarbeit auf Augenhöhe und gemeinsames Entscheiden sind bei uns gelebter Alltag.
- Stereotype Aufgabenverteilungen gibt es bei uns nicht.
- Einen Gender Pay Gap auch nicht.
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für Frauen und Männer gleichermaßen ein Thema. Und ja: Bei uns nehmen richtig viele Männer Elternzeit.
Ein Gedanke beschäftigt mich dennoch besonders: Woran wir Frauen vielleicht noch arbeiten können, ist unser eigenes Selbstverständnis: Welche Grundannahmen haben wir darüber, wie wir in der Arbeitswelt gesehen werden? Denn genau diese Annahmen beeinflussen, was wir für möglich halten und was nicht.
Ich bin sehr froh, dass ich auf dem Podium dabei sein durfte. Denn für mich hat sich einmal mehr gezeigt: Moderne Arbeitswelten entstehen nicht nur durch Strukturen, sondern vor allem durch Haltung, Vertrauen und gelebte Kultur.
Bei Micromata erleben wir ein Umfeld, das nicht diskriminiert, sondern Möglichkeiten schafft: für Frauen, für Männer und für alle, für die diese Binarität nicht gilt.
Danke an Steffi Schürmann von WEIT.VORN für die lebendige Moderation und Christina Daske von K+S für die Gastfreundschaft.









