Requirements Engineering. Wir nehmen Maß, bevor wir entwickeln

Passgenauigkeit ist eine Frage der Präzision bei der Bedarfsanalyse.

Requirements Engineering Professionelles Anforderungsmanagement

Wir haben den Anspruch, für jeden Bedarf genau die richtige Software zu entwickeln. Statt einer Lösung von der Stange bieten wir jedem Kunden eine passgenaue, eigens für seine Anforderungen entwickelte Softwareapplikation. Das gelingt uns, weil wir Meister darin sind, den Kunden zu verstehen und seine Ideen und Vorstellungen ohne Reibungsverluste in eine konsistente und innovative Softwarelösung zu überführen. Wir nennen das Requirements Engineering.

Dazu ist es u. a. notwendig, dem Auftraggeber gut und aktiv zuzuhören und ihn bei der Identifikation und Formulierung konkreter Anforderungen zu unterstützen. Um ein bedarfsgerechtes Ergebnis zu erzielen, ist es wichtig, den Bedarf des Kunden gründlich zu erfassen, detailgetreu zu analysieren und in eine präzise Spezifikation zu übertragen. Dabei holen wir den Kunden dort ab, wo er steht, und gehen den Weg zur Spezifikation gemeinsam.

Certified Professionals for Requirements Engineering

Die Projektleiter und Softwareentwickler bei Micromata sind Certified Professionals for Requirements Engineering (CPRE). Als solche verfügen sie über das Instrumentarium und die Methodenkompetenz, ein professionelles Anforderungsmanagement durchzuführen. Nach den Richtlinien des International Requirements Engineering Board e. V. (IREB) steht ihnen dabei ein Arsenal von Verfahrensweisen zu Gebote. Die wichtigsten Regeln beim Anforderungsmanagement sind im Folgenden kurz vorgestellt.

Kommunikation

Um alle Anforderungen zu klären, liegt es in der Verantwortung des CPRE, gleich zu Beginn eines Projektes für eine gemeinsame Sprache zu sorgen. Denn nichts ist unerfreulicher als ein Fehler, der auf einem vermeidbaren Missverständnis beruht. Kommunikation ist also auch hier der Schlüssel zum Erfolg. Je präziser die Verständigung desto geringer die Fehlerquote.

Recherche und Ermittlung

Die Fragen, die sich ein CPRE im Rahmen eines Softwareprojektes zu stellen hat, sind: Was ist der Use Case beim Kunden? Wo liegen seine Erwartungen? Welche fachlichen und technischen Bedingungen sind zu beachten? Wo lauern die Risiken?

Dabei ist es wichtig, auch den Systemkontext der zu entwickelnden Software zu identifizieren: Wer sind die Stakeholder? Welche anderen technischen Systeme korrelieren mit der zu entwickelnden Software? Welche Geschäftsprozesse, technischen und physikalischen Ereignisse und/oder welche Dokumente (Gesetze, Standards etc.) beeinflussen sie?

User Experience Design

Ausdrückliche Aufmerksamkeit schenken wir außerdem der Nutzersicht. Unser UX-Team geht der Frage nach, welche genauen Erwartungen der Anwender an eine Software stellt und wie man diesen bestmöglich gerecht wird.

Dokumentation

Wenn alle Fragen zweifelsfrei und eindeutig beantwortet sind, kann eine saubere Analyse der Anforderungen vorgenommen und eine detailgetreue Spezifikation erstellt werden. Welche Darstellungsform ist hier am besten geeignet?

Da die natürliche Sprache mehrdeutig ist und eine Aussage von verschiedenen Personen unterschiedlich verstanden werden kann, empfiehlt sich bei der Erstellung fachlicher und technischer Dokumente die Verwendung von Satzschablonen.

Simon Krackrügge, RE-Experte bei Micromata

In der Tat sind technische Dokumentationen eine besondere Herausforderung an das geschriebene Wort. Denn ziel ist die größtmögliche Präzision. Von Fall zu Fall kann es auch geboten sein, eine modellbasierte Darstellungsweise zu wählen. Namentlich immer dann, wenn der Sachverhalt zu komplex ist, um ihn effizient in einem Fließtext wiederzugeben. Oder wenn Beispiele für eine mögliche Systemarchitektur angebracht werden sollen.

Qualitätssicherung

Vor der Finalisierung der Spezifikation (des Pflichtenheftes) ist eine Qualitätssicherung vorzunehmen. Dabei ist das Dokument auf die Kriterien Eindeutigkeit, Konsistenz und Vollständigkeit zu prüfen. Hier spielen sowohl syntaktische als auch semantische Qualitätsaspekte eine Rolle, größtmögliche Gründlichkeit ist angezeigt.

Die Ersteller eines Dokumentes sollten keinesfalls auch dessen Prüfer sein, da das Gehirn jedes Autors beim Lesen der eigenen Texte über eine Art Autokorrekturmodus verfügt.

Beherzigt man dies, bietet diese Phase des Requirements Engineering ein breites Spektrum möglicher QS-Maßnahmen. Vom klassischen Korrekturlesen über so genannte Walkthroughs (der Autor führt eine Gruppe von Inspektoren durch das Dokument) bis hin zur prototypbasierten Prüfung können verschiedene Methoden zur Anwendung kommen.

Wichtig ist, dass alle wichtigen Prüfprinzipien Anwendung finden:

  • Beteiligung der Stakeholder
  • Trennung von Fehlersuche und Fehlerkorrektur
  • Prüfung aus unterschiedlichen Perspektiven
  • Wiederholte Prüfung

Effizienz

Ein Produkt ist nur so gut wie sein Bauplan präzise ist. Je größer die Sorgfalt bei der Spezifikation, desto präziser entspricht die fertige Software den gestellten Anforderungen. Micromata-Kunden profitieren also auch in Sachen Effizienz. Denn eine klare, detailgetreue und lückenlose Spezifikation beugt unnötigen Reibungsverlusten vor und sorgt für einen strukturierten und zielstrebigen Entwicklungsverlauf.

Simon Krackrügge fasst es so zusammen: „In IT-Projekten ist es oft üblich, zur Erstellung des Lastenheftes einen anderen Dienstleister zu beauftragen als für die Umsetzung der Software. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es der Effizienz eines Projektes hingegen zuträglich ist, Micromata so früh wie möglich in das Anforderungsmanagement einzubinden. Das fördert nicht nur das gemeinsame Verständnis aller technischen und fachlichen Parameter, sondern reduziert die Anpassungsquote erheblich und führt im Ergebnis zu einer Software, die punktgenau dem Business Case des Kunden entspricht.“

Simon Krackrügge

Simon Krackrügge

Projektmanager