Erdgastransport transparent gemacht

Foto einer Gasspeicheranlage aus der Luft

Erdgas gilt dank seines hohen Heizwertes und seiner sauberen Verbrennung als sinnvolle Alternative zu anderen fossilen Brennstoffen. GASCADE transportiert Erdgas und betreibt dafür deutschlandweit ein mehr als 2.300 Kilometer langes Erdgas-Fernleitungsnetz. Den europäischen Transparenzanforderungen für Netzbetreiber entspricht das Unternehmen mit Hilfe von Micromata-Software.

Hintergrund

Der europäische Energiemarkt wird maßgeblich durch EU-Richtlinien reguliert. Ein wesentlicher Gesichtspunkt dieser Vorgaben ist die Herstellung von Transparenz durch die Strom- und Gasnetzbetreiber, mit dem Ziel, allen Akteuren am Markt einen fairen Zugang zu den Netzen zu verschaffen. Hierzu sollen u. a. umfangreiche Veröffentlichungspflichten beitragen.

Aufgabe

Als einer der größten deutschen Gasfernleitungsnetzbetreiber entspricht GASCADE diesen Anforderungen und hat Micromata beauftragt, in Zusammenarbeit mit der unternehmenseigenen IT-Abteilung einen nlinedienst zu entwickeln, der die geforderten Daten über das Internet zugänglich macht. Auf der Unternehmenswebseite von GASCADE sind nun sämtliche relevanten Gasdaten wie Kapazitäten, Lastflüsse, Brennwerte oder Nominierungen, benutzerfreundlich aufbereitet und von Netznutzern vollumfänglich abrufbar.

Umsetzung

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, hat Micromata eine Software entwickelt, die alle relevanten Gasdaten zur Anzeige bringen kann. Dabei lässt sich die Veröffentlichung der jeweiligen Berichte an den einzelnen Netzpunkten flexibel konfigurieren und an die sich ständig ändernden Gegebenheiten anpassen.

Um die genannten Daten vollautomatisch aktualisieren zu können, hat Micromata spezifische Schnittstellen programmiert, dank derer die gewünschten Informationen von verschiedenen GASCADE-Systemen eingelesen und dem Nutzer online zur Verfügung gestellt werden können. Darüber hinaus fließen sie über weitere Kommunikationskanäle beispielsweise der Bundesnetzagentur zu.

Um dabei die nötige Performanz und Flexibilität zu gewährleisten, sind zwei Schnittstellenserver aus dem Haus Micromata im Einsatz: Der Genome Talend Server, kurz GTS, organisiert und koordiniert den Datentransfer in Form so genannter Jobs und macht ihn dadurch besonders dynamisch und agil. Der Micromata Interface Server, kurz MIFS, bedient verschiedene Internet-Übertragungungsprotokolle wie etwa HTTPS, Dcom oder SFTP, und hält den Datentransfer damit sicher und flexibel. 

Jule Witte

Jule Witte

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