Denkpause

Safer Internet Day. Tipps für ein sicheres Passwort

: Heute ist Safer Internet Day. Grund genug, euch alle nochmal für den richtigen Umgang mit euren Passwörtern zu sensibilisieren.

Denkpause in Sachen Sicheres Passort

Lesezeit: 3 Minuten

Ja, es kann ganz schön nerven, so ein Passwort – finden wir auch. Die folgenden Tipps werden euch helfen, ein sicheres Passwort zu setzen wieder Freundschaft mit all euren Passwörtern zu schließen. Unser IT-Security-Team hat nochmal die wichtigsten Regeln zusammengefasst.

Häufigkeit des Passwortwechsels

„Hey, ändere heute alle deine Passwörter“. So oder so ähnlich lautet die Empfehlung beim jährlichen „Ändere-Dein-Passwort“-Tag Anfang Februar. Heute rücken IT-Security-Experten davon ab und raten vielmehr, ein sicheres Passwort nur noch dann zu ändern, wenn es in falsche Hände geraten ist oder sein könnte (vgl. zum Beispiel hier).

Länge und Komplexität von Passwörtern

Ja, es ist wahr: Je komplexer und länger eure Passwörter, desto sicherer sind sie. Arbeitet also unbedingt mit einem Mix aus Groß-, und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Und davon nicht zu knapp, denn auch auf Länge kommt es an.

Merken von Passwörtern

Passwörter schriftlich zu dokumentieren, ist keine gute Idee. Wenn ihr Mühe habt, euch das kryptische Zeichengekröse zu merken, hier ein paar Tipps, wie’s leichter ist:

Hohe Sicherheit

  • Akronyme aus Merksätzen – geeignet für alle, die ein wenig Gedächtnissport zu schätzen wissen. So funktioniert’s: Bilde einen Merksatz, verwende daraus nur die Anfangsbuchstaben jedes Wortes und ergänze diese oder ersetze sie teilweise durch Sonderzeichen. Ist aber nur dann auch wirklich sicher, wenn der Merksatz selbst ein bisschen originell ist.
  • Passwortmanager – geeignet für alle, die möglichst wenig Gehirnschmalz investieren wollen: Hier müsst ihr euch nur noch ein einziges Masterpassword setzen, alle anderen generiert der Passwortmanager. Gute Dienste leisten zum Beispiel 1Passwort, KeePass oder LastPass.

Mittlere Sicherheit

  • Browser Extensions: Klar sind Browser Extensions (z. B. bei Chrome) nützliche Helfer beim Erinnern von Passwörtern. Allerdings sind sie auch ein potenzielles Ziel für Angreifer – und, sofern ihr dort alle Passwörter speichert, sind die dann im Angriffsfall auch alle enttarnt.

Schlechte Sicherheit

  • Und weil wir schon dabei sind, notieren wir auch gern nochmal die absoluten No-gos in Sachen Passwortsicherheit:
    • Eines für alle: Verwendet niemals das gleiche Passwort für unterschiedliche Anwendungen. „One fits all“ ist hier nicht das Gebot der Stunde!
    • Persönliche Informationen: Gebt in euren Passwörtern niemals persönliche Informationen preis – weder Geburtstage noch die Namen echter Menschen oder Haustiere oder Adressdaten.
    • Simple Reihen: abcdefg, 123456, qwertz123. Solche Reihungen sind leicht zu merken – aber genau deshalb völlig ungeeignet als Passwörter. Denn so einfach sie zu merken sind, so einfach sind sie auch zu knacken.

Fazit

Ein sicheres Passwort ist euer Freund und Helfer. Erweist auch ihr euch als guter Freund und lasst ihm ein wenig Liebe und Achtsamkeit zuteilwerden. So steht einer langen und guten Freundschaft nichts mehr im Wege.

++++

Empfehlungen der Redaktion: Social Engineering und wie wir uns davor schützen können.

 

Florian Heinecke