Micromata

Auf eine Tasse Java mit Stéphanie Naujock

: Wir nehmen den Internationalen Tag der Familie am 15. Mai zum Anlass, mit Stéphanie Naujock über das Thema Beruf und Familie zu sprechen.

Interview mit Stéphanie Naujock

Stéphanie, als Geschäftsführerin und Personalleitung legst du großen Wert auf Familienfreundlichkeit bei Micromata. Wie sieht die aus? 

Wir achten unsere Mitarbeiter als ganze Menschen und möchten ihnen ein gesundes Arbeitsumfeld bieten. Im Hinblick auf die Familie umfasst das zum Beispiel flexible Arbeitszeiten und Arbeitsorte, Resilienzworkshops & Coachings, ein Eltern-Kind-Büro sowie eine Ferien- und Notfallbetreuung.

Familie heißt aber nicht nur Kindererziehung, sie kann auch Pflege von Angehörigen bedeuten. Auch in solchen Fällen versuchen wir sensibel und bestmöglich auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Betroffenen einzugehen.

Gibt es im Vergleich zu früher heute eine andere Prioritätensetzung bei den Bewerbern?

Das kann man sagen. Wir stellen schon geraume Zeit fest, dass die Themen Gesundheit, Work-Life-Balance und Arbeitskultur bei Bewerbern einen höheren Stellenwert haben als etwa Status oder Privilegien. Die Ursachen und Gründe dafür sind sicher vielfältig und die Tendenz an sich auch nicht in allen Branchen, Ländern und Generationen gleich ausgeprägt -aber in unserem Umfeld ist sie definitiv zu beobachten. Das liegt natürlich auch daran, dass sich bei uns Menschen bewerben, deren Wertegefühl mit dem unseren übereinstimmt.

Bei Micromata gehen ja auch viele Väter in Elternzeit. Zeichnet sich hier ein neues Rollenverständnis ab?

Die Zahl der elternzeit-nehmenden Väter steigt deutschlandweit an – allerdings nur langsam und oft nur für die vom Gesetzgeber eingeführten zwei Partnermonate. Darüber hinaus liest man immer wieder Berichte, wonach viele Unternehmen es Vätern nach wie vor nicht leicht machen, Elternzeit zu beanspruchen. Demgegenüber gibt es bei Micromata durchaus einige Väter, die sogar für längere Zeit in Elternzeit gehen. Insgesamt gibt es also einen Wandel im Rollenverständnis – auch wenn er sich vielerorts nur sehr vorsichtig vollzieht.

Gibt es etwas, dass du dir in diesem Kontext für die Zukunft wünschen würdest?

Wünschen ist schön, machen ist besser. Wenn wir uns darin einig sind, ein familienfreundliches Land sein zu wollen, kann jeder in seinem Wirkungskreis etwas dafür tun – Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. So hat uns die Coronakrise erst jüngst wieder gezeigt, welche Handlungsfelder dringend mehr Gestaltungswillen gebrauchen könnten, allen voran die Digitalisierung der Schulen, die Familien bei der Vereinbarkeit von Remote Work und Home Schooling deutlich entlasten kann.

Vielen Dank für das Gespräch, Stéphanie!

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Stéphanie Naujock