Auf eine Tasse Java mit Sebastian Hardt

Auf eine Tasse Java mit Sebastian Hardt

Seppel, Micromata feiert dieses Jahr 25-jähriges Bestehen. Du bist ja auch schon 15 Jahre lang dabei. Was bedeutet dir das Jubiläum?

Welches? Das 25. hat mich zugegeben ein bisschen überrascht, da das 20. ja erst gestern war. Die letzten Jahre gingen wirklich rasant vorbei und ich bin echt gespannt, was die nächsten 25 bringen werden. Mein eigenes Jubiläum ist für mich speziell. Wenn ich alte Bilder von uns sehe, macht mich das schon etwas wehmütig. Früher passten wir gefühlt in eine Hosentasche, heute kenne ich längst nicht mehr alle so persönlich wie damals. Bemerkenswert ist aber, dass wir uns unsere kollegiale Kultur bis heute immer bewahren konnten.
Softwareentwickler wie du werden ja händeringend gesucht.

Warum bist du Micromata bis heute treu?

Ich mag den Spirit bei Micromata, das hat sich für mich nie geändert. Damals war ich echt geflasht, als ich als Student sofort an großen Projekten mitarbeiten durfte und Freiheiten bekam, mich technisch wie menschlich weiterzuentwickeln. Ich wurde vom Fleck weg ernstgenommen und integriert. Diesen Spirit spüre ich bis heute und habe mehr noch das Gefühl, selbst dazu beizutragen. Und noch was: Ich konnte immer ich selbst sein. Keine Verstellung oder Verkleidung notwendig. Es liegt zum Beispiel in meiner Natur, hin und wieder ein ernstes Wörtchen mit meinem Code zu wechseln – auch mal lautstark. Aber das stört hier niemanden, es wird im Gegenteil als origineller Teil meiner Persönlichkeit wertgeschätzt. Und solange wir hier alle auf dem Boden der gleichen kollegialen Werte stehen, schätzen wir uns gegenseitig auch für das, was uns individuell und unverwechselbar macht.

Wie gelingt es Micromata eigentlich, immer am Puls der technischen Entwicklung zu bleiben, auch angesichts der Konkurrenz?

Ein wichtiger Aspekt ist sicher, dass wir im Herzen ein Haufen Nerds geblieben sind und unsere Aufgaben immer nach dem Motto „Geht nitt gibbets nitt“ angehen. Aufzugeben, weil etwas technisch nicht möglich oder zu schwierig erscheint, kommt bei uns nicht vor. Diese unerschrockene Neugier auf das Unbekannte macht uns wirklich aus, und wir scheuen uns nicht, Dinge einfach anzupacken. Auch dass wir unser Wissen teilen, ist ein zentraler Faktor. Niemand wird mit seinen Fragen allein gelassen, jede:r kann sie angstfrei stellen und bekommt stets geholfen. Das ist nicht nur sympathisch, sondern auch wertschöpfend: Indem wir uns intensiv austauschen, nutzen wir nicht nur die Kompetenzen der/des Einzelnen besser, wir entdecken auch Synergien und legen Potenziale frei. Das hat eine substanzielle Wirkung auf unsere Effizienz und auf unsere Innovationskraft.

Apropos: Wie wichtig sind deiner Ansicht nach denn generell die weichen Faktoren einer Unternehmenskultur?

Die sind essenziell! Technisch kannst du noch so fit sein, wenn du mit deinen Kolleg:innen oder der Arbeitsatmosphäre nicht klarkommst, hilft es dir wenig. Darum weiß ich es zu schätzen, dass weiche Faktoren wie Respekt, Gemein sinn und Verantwortungsgefühl bei Micromata großgeschrieben werden und auch bei der Auswahl der Mitarbeitenden eine Rolle spielen. Es gibt einfach keinen besseren Nährboden für Erfolg und Erfüllung als das Bekenntnis zu gemeinsamen Werten und Prioritäten.

Gibt es etwas, das du dir für die nächsten 25 Jahre wünscht?

Ich oute mich jetzt mal als Sci-Fi-Nerd: Unser Jubiläumsmotto ist ja Enter the Future. Um die Zukunft aber betreten zu können, ohne ein Paradoxon im RaumZeit-Kontinuum auszulösen, sollten wir immer in der Lage sein, zurückzuschauen und uns auf das zu besinnen, was uns dorthin gebracht hat, wo wir heute stehen. Es wird auf jeden Fall spannend bleiben. Als ich bei Micromata angefangen habe, kam gerade das erste iPhone raus – eine Revolution damals, heute Standard. Mal schauen, was in 15 Jahren das nächste “New Normal” sein wird, denn es wird unsere Arbeit stark beeinflussen. Persönlich wünsche ich mir, dass Micromata mir weiter viele spannende technische Themen eröffnen und dass es mir weiter so viel Spass machen wird, hier zu tüfteln und zum Gelingen toller Projekte beizutragen.

Happy Hacking Seppel, dankeschön für das Gespräch!

Weitere Interviews mit Micromat:innen gefällig? Bitteschön:

Jule Witte

Jule Witte

Presse & Kommunikation
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