Hacktoberfest 2021. Celebrating Open Source

Momentaufnahme vom Hacktoberfest 2021: Teilnehmende an einem gemeinsamen Tisch mit Laptops und Mate-Limonade

Jeder Mensch in unserer digitalisierten Welt nutzt Open-Source-Software – jeden Tag. Doch nur die wenigsten setzen es bewusst ein. Dabei nutzt jede App auf dem Smartphone Open-Source-Bibliotheken, Frameworks, Build Tools etc. Ein Leben ohne Open-Source-Software ist heutzutage nur schwer vorstellbar.

Als Software-Entwickler haben wir hierauf naturgemäß eine andere Sicht als die meisten Nutzer:innen – weil wir Tag für Tag auch „hinter den Kulissen“ mit Open-Source-Technologien umgehen. Folglich ist uns auch bewusst, dass dahinter Menschen stehen, die nicht nur viel Idealismus und Enthusiasmus in ihre OS-Technologien stecken, sondern auch einen großen Teil ihrer Freizeit. Davon profitieren wir alle.

Und ab einer gewissen Popularität wird es zudem zu einer echten Herausforderung, ein Open Source Projekt ganz allein zu maintainen. Open Source ist also auf die Unterstützung der gesamten Community angewiesen.

Tweet Nicholas Zakas Open source

Das Hacktoberfest ist eine wunderbare Möglichkeit, sich gegenüber der OS Community dankbar zu zeigen und eine passende Gelegenheit, ihr etwas zurückzugeben, aktiv etwas beizutragen.

In diesem Sinne partizipiert Micromata schon viele Jahre am Hacktoberfest – seit Corona leider unter anderen Bedingungen. Eigentlich ein Live-Community-Event für alle Interessierten, an einem schönen Ort mit leckerer Verköstigung, hat uns die Pandemie da schon das zweite Mal in Folge einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nachdem letztes Jahr eine »echtes« Zusammenkommen gar nicht möglich war, haben wir uns dieses Jahr gefreut, zumindest ein kleines internes Hacktoberfest auszurichten.

So haben wir einen Nachmittag und Abend genutzt, um an Open-Source-Projekten zu arbeiten, Neulinge in die Welt der Open-Source-Software mitzunehmen und ihnen nach einer kurzen Einführung geholfen, selbst erste Contributions beizutragen. Hier auch nochmal die Spielregeln beim Hacktoberfest. Alles dreht sich um Pull Requests.

Zu unseren Projekten gehörten dieses mal Smart Home Software, Command Lines Tools und eine Software für autonomes Fahren.

Nils Schmidt

“Ich hab hauptsächlich an Kotest gearbeitet, einer Testing Library in und für Kotlin. Ich fand es super, dass wir das Hacktoberfest gemacht haben! Es hat viel Spaß gemacht, mal wieder gemeinsam an anderen Themen zu arbeiten. Mir persönlich hat es außerdem den entscheidenden Anstoß gegeben, zwei der Kotest Issues endlich anzugehen – auch wenn ich bisher noch nichts contributed habe. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.”

Lukas Hagenauer

“Bei mir ging es um das Programm MPD, einen Musik-Server. Leider war der Code etwas verwirrend und mein c/c++ ein wenig eingerostet, so dass ich mich da erstmal herantasten musste und noch nichts selbst contributen konnte. Was ich sehr cool fand, war die Organisation und die Möglichkeit, mich mal mit sowas zu beschäftigen. Auch wenn ich noch nichts veröffentlicht habe, habe ich doch einen Einblick in den Code bekommen und  mir fest vorgenommen das irgendwann abzuschließen.”

Nils Rohde

“Ich habe beim Hacktoberfest an einem Repo zur Bilderkennung mit OpenCV gearbeitet und in diesem Kontext ein Script erstellt, das beim Auto das Halten der Fahrspur erkennen kann. Noch habe ich nicht alle Pull Requests voll, aber das wird noch. Es hat einfach Spaß gemacht, mal wieder mit anderen Nerds gemeinsam in einem Raum zu hocken und was zu coden!”

Auch wenn es nicht alle  im Laufe dieses Freitags geschafft haben, die für das Hacktoberfest benötigte Anzahl an Pull Request fertig zu stellen und sich T-Shirt und Stickerpack von Digital Ocean zu sichern, haben wir dennoch einen Grundstein gelegt und die Teilnehmer:innen hatten dann noch bis Ende Oktober Zeit, ihr Pensum für die Goodies zu erfüllen.

Vor allem aber haben wir die Tradition Hacktoberfest bei Micromata am Leben erhalten und hoffen, sie nach der Pandemie wieder für externe Teilnehmer:innen öffnen zu können. Schließlich gibt es kein Open Source ohne eine lebendige Open Source Community!

Michael Kühnel

Michael Kühnel

Frontendentwickler
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